Entscheidend für ältere Menschen: Immer in Bewegung bleiben!
Denn mit anderen gemeinsam die eigene Beweglichkeit zu erleben, sorgt für gute Stimmung und führt zu einer positiven Lebenseinstellung.


Therapeutin Gabi Klein beim Hand-Geschicklichkeitstraining und im Gespräch
"Der Oberbegriff ist 'Bewegungstraining'. Aber diese Bezeichnung greift zu kurz," sagt Gabi Klein. Sie ist zertifizierte Bewegungstherapeutin. Es kommt ihr bei den regelmäßigen Stunden mit den Bewohnern nicht nur darauf an, den Bewegungsapparat zu fördern. "Es ist wichtig, die wechselseitigen Beziehungen zwischen Geist und Körper zu nutzen. Wir wollen Beweglichkeit, Gleichgewicht, Herz-Kreislaufsystem, Gedächnisfähigkeit, Konzentration und das Selbstbewußtsein trainieren. Bewegungs- wie Gedächtnistraining gehen hier ganz eng zusammen."
Wie sieht das in der Praxis aus? "Nach der Begrüßung gibt es Musik und Tanzbewegungen im Sitzen. Etwa Vor- und Zurücktreten, die Arme heben, den Kopf neigen. Da kann jeder, je nach seiner Beweglichkeit mitmachen. Dann erzähle ich zur Entspannung eine
Geschichte, zum Beispiel von einer Bootsfahrt, einem Waschtag, von irgendeinem Thema, an das sich viele alte Menschen gut erinnern können. Anschließend wird das pantomimisch durchgespielt - wir steigen ins Boot, stoßen ab, rudern, schöpfen Wasser, gehen wieder an Land.
Die Verbindung von Erinnerung und Bewegung weckt bei vielen alten Mensche das Bedürfnis, aus dem eigenen Leben zu erzählen. Deshalb führe ich auch oft zwischendurch Einzelgespräche. Dann geht es weiter. Mit Geschicklichkeitsübungen, Ratespielen, Bewegungstraining...
Für die Übungen bringe ich auch immer bunte Requisiten wie Bänder oder Tücher mit, damit auch was fürs Auge geboten wird. Und immer ganz viel Musik, die allen Teilnehmern angenehme Erinnerungen und gute Laune bringt."