„Altwerden ist nichts für Feiglinge“, schrieb Joachim Fuchsberger in seinen Lebenserinnerungen. Eine flapsige Formulierung, aber zutreffend. Nachlassende geistige und körperliche Kräfte stellen alte Menschen oft vor große Probleme.
Gaertnern im Heim
Gerade im Alter wachsen für viele Menschen die psychischen Probleme. Ein Leben ohne die gewohnte Arbeit, Verlust nahestehender Menschen, nachlassendes Denk- und Erinnerungsvermögen können zu schweren persönliche Krisen und Depressionen führen.
Um unseren Bewohnern auch bei diesen Problemen umfassend helfen zu können, erhalten unsere Betreuer zusätzliche gerontopsychatrische Schulungen. „Es geht uns darum, die individuellen Leistungsverluste für die Betroffenen erträglich zu machen“, sagt Pflegedienstleiter Mike Ulrich. „Wir erleben es immer wieder, wie schwer die Leistungen des geschwächten Gehirns bei Demenz, Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen den Menschen zusetzen. Wir können in vielen Fällen durch individuelle Pflegemaßnahmen und menschliche Zuwendung unseren Bewohnern das Leben erleichtern. Und selbst in den Fällen wo die Pflege medikamentös unterstützt werden muss, leisten wir das in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachärzten.
Wie alle Bewohner unseres Hauses leben auch Menschen mit diesen psychischen Problemen zusammen in einer Wohngruppe. Hier wird nicht nur viel gemeinsam unternommen, um so den Tagesablauf immer wieder aufzulockern. Wir versuchen auch, jedes Mitglied einer Wohngruppe je nach seinen persönlichen Fähigkeiten mitarbeiten zu lassen. Sei es ein wenig Mithilfe in der Küche oder im Garten - es stärkt das Selbstbewusstsein und fördert die Integration in die Gemeinschaft.