Zuwendung ist für alte Menschen wichtig. Seelsorge und ökumenische Gottesdienste sind deshalb fester Bestandteil des Lebens im Heim. Geistliche der Evangelischen und Katholischen Kirche kommen regelmäßig, halten Messen oder Gottesdienste und stehen den Heimbewohnern für Gespräche zur Verfügung.

Gottesdienst mit Pastorin Jacobskötter
„Zu Ostern, an Weihnachten, am Buß- und Bettag oder im Sommer bin ich im Alten- und Pflegeheim und wir feiern den Gottesdienst. Auch wenn runde Geburtstage anstehen, komme ich zu Besuch.“ Pastorin Gesine Jacobskötter ist evangelische Pastorin und hat viel Kontakt mit den Bewohnern. „So ein Gottesdienst mit einer kleinen Gruppe älterer Menschen ist ganz anders als mit der Gemeinde in der Kirche“, sagt sie. „Es ist sehr persönlich und spontan. Ich schaffe durch freundliche Begrüßung und kleine Rituale, wie das Austeilen der Liedtext mit
einem Handschlag, eine freundliche, vertraute Athmosphäre. Die Liturgie, Gebete und Lieder suche ich so aus, dass sich gerade die Älteren noch daran erinnern können — 'Lobe den Herrn' etwa, oder 'Oh Haupt voll Blut und Wunden'. Auch Menschen mit Gedächtnisproblemen können sich an diese Lieder, an das Vaterunser oder das Glaubensbekenntnis erinnern. Sie folgen dem Gottedienst dann sehr viel aufmerksamer. Wichtig ist für mich aber auch das persönliche Gespräch um so Geborgenheit und Zuversicht zu vermitteln.“